So bewerten wir

Jede Note auf dieser Seite lässt sich nachrechnen. Hier steht, woraus sie sich zusammensetzt, woher die Daten kommen und was wir tun, damit Provisionen die Reihenfolge nicht beeinflussen.

Aktualisiert am

Die Gesamtnote wird berechnet, nicht vergeben

Jeder Anbieter bekommt fünf Teilnoten von 0 bis 100. Die Gesamtnote ist der gewichtete Mittelwert daraus – sie wird nirgends von Hand gesetzt. Wenn sich eine Teilnote ändert, ändert sich die Gesamtnote automatisch mit.

Warum die beste Note 95 ist und nicht 100

Die Gesamtnote eines Anbieters ist der gewichtete Durchschnitt seiner fünf Teilnoten, normiert auf den Testsieger: Der Beste bekommt 95, alle anderen im exakt gleichen Verhältnis dazu.

Der Grund ist rechnerisch. Um ohne Normierung auf 95 zu kommen, müsste ein Anbieter in allen fünf Kriterien gleichzeitig der Beste sein – der günstigste, der einfachste, der sicherste, der österreichtauglichste und der mit dem stärksten Ökosystem. Den gibt es nicht. Ohne Normierung würde das ganze Feld zwischen 60 und 88 kleben, und die Noten würden weniger aussagen, als sie könnten.

Die Abstände zwischen den Anbietern verändert das nicht. Es wird nur der Maßstab gedehnt, jede Note mit demselben Faktor. Und 95 statt 100, weil auch der Beste nicht perfekt ist – es bleibt sichtbar Luft nach oben.

Was der Bestwert 97 bei den Teilnoten bedeutet

Die höchste Teilnote ist 97, nicht 100 – und sie heißt „bester Anbieter in diesem Test", nicht „perfekt". Eine glatte 100 würde behaupten, da sei nichts mehr zu verbessern. Das stimmt bei keinem Anbieter. In jedem der fünf Kriterien hält genau einer den Bestwert, alle anderen werden an ihm gemessen:

Das hat eine Folge, die wir offenlegen: Kommt ein besserer Anbieter dazu, verschieben sich die Noten der anderen nach unten. Das ist gewollt. Ein Vergleich misst den Markt, wie er heute ist – nicht den Abstand zu einem Ideal, das es nicht gibt.

Bis zum 7. Oktober 2026 galt die andere Lesart: 100 war der theoretisch perfekte Anbieter. Weil den niemand erreicht, klebten alle Noten zwischen 68 und 86 aneinander und sagten wenig aus. Die Spanne reicht jetzt von 63 bis 93. Dadurch hat sich auch die Reihenfolge im Mittelfeld verschoben: Anbieter, die in einer Kategorie wirklich führend sind, gewinnen, und schwache Werte fallen stärker ins Gewicht als vorher.

Gebühren & Kosten 30 %
  • Handelsgebühr im Broker-Modus und an der Börse
  • Ein- und Auszahlungsgebühren
  • Was es real kostet, 1.000 $ einzuzahlen und wieder abzuheben
  • Mindestbetrag für den ersten Kauf
Bedienung & App 23 %
  • Wie lange dauert es vom Registrieren bis zum ersten Kauf
  • Verständlichkeit der Oberfläche ohne Vorwissen
  • App auf iOS und Android
  • Deutschsprachiger Support
Sicherheit & Regulierung 19 %
  • MiCAR-Lizenz und zuständige Aufsichtsbehörde
  • Zwei-Faktor-Schutz und Kontosicherung
  • Vorfälle in der Vergangenheit
  • Auszahlung aufs eigene Wallet möglich
Österreich-Tauglichkeit 15 %
  • Ist der Anbieter steuereinfach – zieht er die 27,5 % Kapitalertragsteuer (KESt) selbst ab
  • Brauchbarer Steuerreport für Österreich
  • Firmensitz und Lizenzland
  • SEPA in Euro, österreichische Zahlungswege
Angebot & Ökosystem 13 %
  • Anzahl handelbarer Kryptowährungen
  • Sparplan und Staking
  • Eigene Wallet zur Selbstverwahrung
  • Eigene Blockchain oder Layer 2
  • Eigener Token, in den man investieren kann
  • Tokenisierte Aktien

Warum diese Gewichtung

Diese Seite richtet sich an Menschen, die ihr erstes Krypto-Konto eröffnen. Deshalb wiegen Kosten und Bedienung zusammen die Hälfte: Was nützt die günstigste Börse, wenn du an der Oberfläche scheiterst – und was nützt die einfachste App, wenn sie bei jedem Kauf 1,75 % einbehält?

Die Österreich-Tauglichkeit zählt mit 15 %. Sie ist ein echter Vorteil, aber nicht das Maß aller Dinge – ein ausländischer Anbieter mit deutlich niedrigeren Gebühren kann die bessere Wahl sein, wenn du die Steuer ohnehin mit einem Tool erledigst.

Woher die Daten kommen

  • Primärquelle ist immer die offizielle Preisseite des Anbieters. Sie ist bei jedem Anbieter als Link hinterlegt.
  • Gegenprobe über unabhängige Messungen, etwa die MiCA-Übersicht von DefiLlama. Weichen beide Quellen ab, prüfen wir nach und schreiben dazu, was gilt.
  • Eigene Nutzung. Jeder Anbieter im Vergleich wurde mit eigenem Geld genutzt. Was sich nur im Betrieb zeigt – Dauer der Verifizierung, Verständlichkeit, echte Abrechnung – stammt von dort.

Jede Angabe trägt ein Prüfdatum. Letzte vollständige Prüfung: 17. Oktober 2026.

Wer überhaupt in den Vergleich kommt

Wir nehmen ausschließlich Anbieter mit MiCAR-Lizenz in der EU auf. Wer hier keine Zulassung hat, steht nicht in der Tabelle – unabhängig davon, wie hoch die Provision wäre. Das schließt einige international bekannte Börsen bewusst aus.

Wie wir mit Provisionen umgehen

Diese Seite verdient an Partnerlinks. Damit das die Bewertung nicht verzerrt, gelten drei Regeln:

  • Die Reihenfolge folgt ausschließlich der berechneten Note.
  • Partner sind in jeder Tabelle als solche gekennzeichnet.
  • Es sind immer auch Anbieter ohne Provisionsvereinbarung im Test – aktuell 3 von 9 (Kraken, Trade Republic, Coinfinity). Wenn einer davon besser abschneidet, steht er vorne.

Details dazu in der Transparenzerklärung.

Wenn wir uns irren

Gebühren ändern sich, Lizenzen kommen dazu, Anbieter bauen ihre Oberfläche um. Wenn dir eine falsche Angabe auffällt, schreib uns über die Kontaktseite. Wir korrigieren sie und setzen das Prüfdatum neu – ohne stillschweigend zu ändern.

Keine Beratung. Alle Inhalte sind journalistische Information und ausdrücklich keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung.
Andreas Gappmaier

Andreas Gappmaier

Krypto-Investor seit 2017 · geprüft am