Krypto bei Raiffeisen und der Hausbank kaufen

Das ist eine gute und sichere Variante für den Anfang. Du zahlst dafür aber deutlich mehr, und an deine Coins kommst du nicht heran. So rechne ich das.

Aktualisiert am

Kurz gesagt

Kann ich bei Raiffeisen Krypto kaufen?

Ja, über die Mein ELBA-App. Der Anbieter dahinter ist Bitpanda, Raiffeisen vermittelt nur den Zugang. Der Zugang ist kostenlos, beim Handel zahlst du Gebühren. Ich rechne im Schnitt mit 1,5 bis 3 % je Kauf oder Verkauf. Auf eine eigene Wallet kannst du die Coins laut den Bedingungen grundsätzlich nicht übertragen.

Stand: 5. November 2026 · Quelle: Raiffeisen, Zugangsbedingungen

Was die Hausbanken anbieten

Raiffeisen

In der Mein ELBA-App kaufst du bei Bitpanda. Die Krypto-Dienste erbringt die Bitpanda GmbH mit FMA-Zulassung. Raiffeisen stellt nur den Zugang.

Erste Bank, Sparkassen, easybank

Hier geht es um Krypto-ETPs, also Wertpapiere im Depot. Echte Coins bekommst du dabei nicht. Bei Erste Bank und Sparkassen wird die Kapitalertragsteuer (KESt) automatisch abgezogen.

N26

Auch die Banking-App ist nicht billig. Gemessen: Kauf rund 2,38 %, Verkauf rund 2,38 %, zusammen 4,77 %.

Was gut ist und was mich stört

Das ist gut

Du brauchst kein neues Konto und bleibst in der App, die du kennst. Der Anbieter hat eine FMA-Zulassung. Die Sicherheit ist für mich sehr groß.

Die Gebühren

Im Schnitt 1,5 bis 3 % je Kauf oder Verkauf, je nach Kryptowährung und Service. Laut den Bedingungen in Vorarlberg bekommt die Bank nach Kostenabzug 50 % dieser Gebühren.

Deine Coins bleiben drin

„Ein Übertrag von und auf andere Konten (Wallets) des Kunden ist grundsätzlich ausgeschlossen.“ Willst du später weg, musst du verkaufen, und dann fällt auf den Gewinn Steuer an.

Die Beispielrechnung

Bei 1.000 €
Weg Kauf Verkauf Zusammen
Über die Hausbank, im Schnitt 1,5 bis 3 % 15 bis 30 € 15 bis 30 € 30 bis 60 €
Bitvavo, gemessen rund 2,65 € rund 2,65 € 5,30 €
OKX, Preisliste 2 € 2 € 4 €

Raiffeisen nennt auf der Seite keine Prozent, sie zeigt die Gebühr erst vor dem Kauf. Bitpanda selbst nennt 0,99 % für Bitcoin, 1,49 % für viele andere Coins und 2,49 % für kleine Coins. Gemessen hat die Frankfurt School bei Bitpanda: Kauf rund 2,50 %, Verkauf rund 2,50 %, zusammen 4,99 %.

Sparst du 100 € im Monat, kaufst du im Jahr für 1.200 €. Über die Hausbank zahlst du dafür 18 € bis 36 € im Jahr, bei Bitvavo rund 3 €.

So würde ich es machen

  1. Die Hausbank bleibt dein Konto. Du überweist von dort per SEPA auf die Börse. Dafür musst du bei der Bank nichts ändern.
  2. Konto bei einer Börse eröffnen. Für den Anfang nehme ich Bitvavo. Das dauert ein paar Minuten, dazu kommt die Prüfung deines Ausweises.
  3. Sparplan starten. Ein fixer Betrag jeden Monat nimmt dir die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt ab.
  4. Selbst verwahren. Ab etwa 1.000 € holst du dir eine Hardware-Wallet. Dann hast nur noch du den Zugriff.

Und die Steuer?

Bei Erste Bank und Sparkassen zieht die Bank die 27,5 % Kapitalertragsteuer (KESt) automatisch ab. Auf der Raiffeisen-Seite steht dazu nichts. Bitpanda zieht die KESt normalerweise ab, frag vor dem Kauf aber deine Bank, ob das über Mein ELBA genauso läuft. Bei Bitvavo und OKX machst du die Steuer selbst, am einfachsten mit einem Steuer-Tool.

Kein Anlagerat. Ich bin kein Anlage- und kein Steuerberater. Das ist mein Weg und keine Empfehlung für deine Geldanlage. Kryptowährungen können stark fallen, bis zum Totalverlust.

Häufige Fragen

Kann ich bei Raiffeisen Bitcoin kaufen?
Ja, über die Mein ELBA-App. Der Anbieter dahinter ist Bitpanda, Raiffeisen vermittelt nur den Zugang. Ein Kauf geht ab 1 €, ein Sparplan ab 10 €.
Was kostet Krypto über Mein ELBA?
Der Zugang ist kostenlos, beim Handel zahlst du Gebühren. Raiffeisen zeigt sie vor dem Kauf an, nennt auf der Seite aber keine Prozent. Ich rechne im Schnitt mit 1,5 bis 3 % je Kauf oder Verkauf.
Kann ich Coins von Mein ELBA auf meine Wallet schicken?
Laut den Bedingungen von Raiffeisen Vorarlberg grundsätzlich nicht. Die Produkte kannst du nur in der App nutzen. Erst bei einer Kündigung nennen die Bedingungen einen Übertrag, soweit Bitpanda ihn erlaubt. Schau in die Bedingungen deiner Landesbank.
Kann ich bei der Erste Bank Krypto kaufen?
Soweit ich es prüfen konnte, keine echten Coins. Über George Invest gibt es Krypto-ETPs, also Wertpapiere im Depot. Die Kapitalertragsteuer (KESt) zieht die Bank dabei automatisch ab. Warum ich lieber direkt kaufe ›
Ist Krypto über die Hausbank sicherer als bei einer Börse?
Bei Raiffeisen ist der Anbieter Bitpanda, die Bank haftet laut eigener Seite nicht dafür. Bitpanda hat eine FMA-Zulassung, das ist für mich eine sehr sichere Variante. Eine Einlagensicherung wie beim Sparbuch gibt es aber nicht.

Quellen: Raiffeisen, Zugangsbedingungen Raiffeisen Vorarlberg (andere Landesbanken können abweichen), Sparkasse George Invest, Bitpanda Kosteninformation. Die 1,5 bis 3 % sind meine eigene Einschätzung.

💡 Mein Tipp

Nutz deine Hausbank für das, was sie gut kann: dein Geld halten und überweisen. Krypto kaufst du günstiger bei einer Börse, und später verwahrst du es selbst. Deine Hausbank kannst du dabei behalten.

Andreas Gappmaier

Andreas Gappmaier

Krypto-Investor seit 2017 · geprüft am