Andreas Gappmaier
Krypto-Investor seit 2017 · geprüft am
Mit Verlusten kannst du Steuer sparen. Du musst sie aber bis 31. Dezember verkauft haben. Danach ist es zu spät.
Auf Krypto-Gewinne zahlst du in Österreich 27,5 % Kapitalertragsteuer (KESt). Hast du im selben Jahr auch Verluste gemacht, darfst du sie von den Gewinnen abziehen. Das geht sogar mit Gewinnen aus Aktien oder Fonds.
Verluste aus Krypto mit Gewinnen aus Krypto, Aktien oder Fonds verrechnen. Im selben Jahr.
Mit dem Gehalt oder mit Sparbuchzinsen verrechnen. Verluste ins nächste Jahr mitnehmen.
Nur verkaufte Verluste zählen. Ein Coin, der im Minus liegt, bringt dir steuerlich nichts.
Ein Beispiel: Du hast 3 000 € Gewinn mit Aktien gemacht und 2 000 € Verlust mit Krypto.
Dein Anbieter kennt nur das, was bei ihm passiert. Hast du bei einer Börse Gewinne und bei einer anderen Verluste, rechnet das niemand zusammen. Das gilt auch für steuereinfache Anbieter: Sie ziehen die volle Steuer ab, obwohl du woanders Verluste hast.
Das Geld ist nicht weg. Du holst es dir über die Steuererklärung zurück. Aber nur, wenn du es selbst einträgst.
Nur ein verkaufter Verlust zählt. Solange du den Coin hältst, gibt es steuerlich keinen Verlust.
Gewinn und Verlust müssen im selben Kalenderjahr anfallen. Im Jänner ist es für das alte Jahr zu spät.
Nimm alle Börsen und dein Aktiendepot zusammen. Ein Steuer-Tool macht das für dich.
Die Zahlen kommen in die Beilage E1kv. FinanzOnline beschriftet die Felder, dein Steuer-Tool nennt dir die Beträge.
Die Zahlen für die Steuererklärung rechnet dir ein Steuer-Tool aus, ab 39 € im Jahr. Von Hand geht das ab ein paar Käufen nicht mehr. Die Anleitung steht unter Krypto-Steuererklärung.
Stell dir für Mitte November eine Erinnerung ein. Schau dann auf zwei Zahlen: Wie viel Gewinn hast du heuer gemacht, und was liegt gerade tief im Minus? Wenn beides zusammenpasst, sparst du mit einem Verkauf Steuer. Das geht nur bis Silvester.
Stand 12. Oktober 2026. Rechtsgrundlage ist die Besteuerung von Kryptowährungen als Einkünfte aus Kapitalvermögen seit der Ökosozialen Steuerreform.
Andreas Gappmaier
Krypto-Investor seit 2017 · geprüft am